Der Markt der Flash- und Browsergames ist hart umkämpft. Dabei werden die meisten Spiele zusammengefasst von ein paar großen Anbietern geführt. Nur nebenbei und im Schatten existieren auch kleine Anbieter, die nur ein oder zwei Spiele anbieten. Bei wachsender Klientel wollen natürlich auch andere mitmischen.
Die Großen der Branche
Im Westen sind es in erster Linie die beiden deutschen Firmen Bigpoint und Gameforge, die jeweils fast 500 Mitarbeiter beschäftigen. In den USA sind es vor allem die jungen Internetunternehmen, z.B. Zynga, Playdom, Crowdstar oder Playfish, die ihre Spieler überwiegend mit Browsergames für Online-Communities wie Facebook oder MySpace in kurzer Zeit begeistern. Die Spiele funktionieren immer nach dem gleichen „Free to play“-Prinzip: erst wenn der Spieler nicht mehr durch Geduld und Zeit sein virtuelles Spielgeld verdienen will, sondern sich Skills und Güter, die man zum Bestehen in der Spielewelt braucht, kaufen will, kommt Geld ins Spiel. Die Themen der Spiele sind so vielfältig wie die Geschmäcker der Spieler. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde der Branche im vergangenen Jahr ein 6000%-iges Wachstum zuteil. Die Spiele, die in den Social Communities wie Facebook oder MySpace angeboten werden, haben sich übrigens auch danach benannt und nennen sich so leicht paradox klingend „Social Games“.
Wenige Prozent zahlender Nutzer
Der Zuwachs von Spielern ist bei den kleinen pixeligen Spielen enorm. Innerhalb einer Woche können schon mal über 10 Millionen Nutzer ihre Anmeldung ausfüllen, die neben einem Nickname und einer E-Mail Adresse keinerlei Informationen vom Nutzer erfordert. Lassen sich davon nur 3 Prozent in zahlende Kunden umwandeln, hat man schon 300 000 neue Kunden in einer Woche generiert. Keine schlechte Ausbeute! Kein Wunder also, dass inzwischen mehr und mehr große und kleine Anbieter versuchen, Flash- und Browser-Games für ihre Zwecke nutzbar zu machen und als zusätzliche Einnahmequelle in bestehende Online-Angebote einzugliedern. Die Entwicklungszeit der kleinen Anwendungen ist mit etwa 6 bis 8 Wochen extrem begrenzt und äußerst überschaubar. Zu verdanken ist das der geringen graphischen Raffinesse bei den kleinen Social-Games und der Möglichkeit mit einer Basisversion zu starten, die dann erst im Laufe der Zeit verbessert und den Bedürfnissen und Wünschen der Nutzergemeinde angepasst wird. Aktuell gehen Gerüchte um, dass sich nun auch Google in Zusammenarbeit mit Zynga und Walt Disney auf dieses lukrative Geschäftsfeld begeben will, um seine ganz eigenen Zöglinge wachsen zu sehen. Gerade aus der Disney-Sparte dürften interessante Dinge auf die Spielergemeinde zukommen!
0 Kommentare